
Königspalast in Madrid: Adels-Geschichte in Spanien.
Kloster für Prinzessinnen
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Ein Kloster mit Kunstsammlung, Unterschlupf für Prinzessinnen und Nonnen mit bewegter Vergangenheit: Das Kloster der Barfüsserinnen in Madrid ist ein Ort spanischer Adels-Geschichte - barfuß war dort aber niemand.
Auch wenn hier niemand barfuß oder arm war - die Nonnen im Madrider Kloster der Barfüßerinnen hatten eine bewegte Vergangenheit bevor sie dem Orden beitraten. Denn auch in früheren Jahrhunderten war die königliche Familie und der spanische Adel vor Klatsch und Tratsch nicht gefeit.
Madrids königliches Kloster
Der klösterliche "Bettelorden" beherbergte im vierzehnten Jahrhundert Frauen adeliger Familien aus Spanien die nicht so recht in die bigotte Gesellschaft passten. Prinzessinnen und Fürstentöchter suchten im Kloster in Madrid ihre Erfüllung im Glauben oder wurden hierhin abgeschoben, wenn sie alleinstehend, verwitwet oder uneheliche Nachkommen waren.
Die königlichen Barfüßerinnen in Madrid trugen, entgegen ihres Namens, Sandalen und sammelten durch Geschenke und ihre Aussteuer ein beträchtliches Vermögen in Form von Kunst an, so dass zumindest das "königlich" im Namen ihren Status unter anderen Orden treffend beschrieb.
Kunst im Kloster
Gegründet wurde das Kloster in Madrid 1564 von Prinzessin Juana, Tochter von Carlos V., die nach dem Tod ihres Mannes nach Madrid zurück kam. Die Kunstwerke dieses Klosters reichen von Gemälden Gobelins, aufwendigen Fresken, flämischen Tafelbildern, Werken von Tizian und Zurbarán bis zu wertvollen Wandteppichen, Portärts der königlichen Familie und einem Deckengemälde von Luca Giordano.
Weitere Informationen
Kloster der Barfüsserinnen
Plaza de las Descalzas Reales 3
Madrid
Geöffnet Dienstag bis Samstag: 10.30 bis 12.45 Uhr und 16.00 bis 17.45 Uhr. Sonntags von 11 bis 13.45 Uhr
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Datum: 28.07.2010 09:00:00 Uhr
Autor: Anke Ziebuhr
Fotos: ©Turespana (Teaser), ©Turespana (Textbild 1)
