Die Bauhaus-Zeche Zollverein war ursprünglich als menschenleere, oberirdische Fabrik konzipiert, was übrigens dazu führte, dass es dort jahrzehntelang keine Toilette für die dann doch recht stark von Arbeitern bevölkerte Zeche gab.
5000 Menschen arbeiteten in Blütezeiten auf
Zollverein. 1926 wurden die Gebäude im roten Ruhrgebietsbackstein komplett im Bauhausstil errichtet. Früher förderten die Körbe des Fördergerüstes aus 1300 Metern Tiefe täglich 22.000 Tonnen Gestein.
Tausende Arbeiter in der Zeche Zollverein
Geschlossen wurde die Zeche dann 1986 und somit verschwand die letzte aktive Förderstelle der Ruhrmetropole Essen in diesem Jahr. Die Kokerei – die damals wie heute ein wirtschaftlich von der Zeche getrenntes Unternehmen darstellt – folgte 1993 und beendete damit endgültig die Zeit der schweren Industrie in Essen. Sie war 1961 ebenfalls im Bauhausstil errichtet worden und beschäftigte einst tausend Menschen in mehreren Schichten rund um die Uhr.
Etwa 240.000 Touristen besuchen das
UNESCO-Weltkulturerbe heute jährlich. Die Industriedenkmäler sind unmittelbare Nachbarn im Essener
Stadtteil Katernberg.
Zollverein besuchen
Die Kokerei und die Zeche Zollverein werden von zwei getrennten Institutionen betreut.
Anreise mit Bus und Bahn:
bis Essen Hbf, dann mit der Straßenbahnlinie 107 (unterirdisch) Richtung Katernberg
Anreise mit dem Auto:
A42, Anschlussstelle Katernberg, Richtung Innenstadt. Parkplätze sind ausgeschildert.
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