Fotoquelle: LWL-Industriemuseum/Annette Hudemann

Zeche Zollern, Symbol der Arbeit

Wie eine Kathedrale wirkt die Lohnhalle der ehemaligen Dortmunder Zeche Zollern, die Symbole der Arbeit zieren die Wand. Heute ist sie ein Beispiel für eine Repräsentativzeche aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Und den Arbeitern wurde hier in der Lohnhalle auch gleich gezeigt, welche Bewegung sie bei der Übergabe des Lohnes zu machen hatten: einen Bückling. Ganz bewusst wurde das Ausgabefenster so niedrig gehalten.

Zollern als Vorzeige-Zeche



Die Zeche Zollern war eine sogenannte Vorzeigezeche, ein Prestigeprojekt. Mit ihr zeigten ihre Eigentümer ihren Stellenwert in der Bergbauwelt. Und wie damals üblich wurde sie deshalb im Jugendstil errichtet.

Schon früh war das Aus der Zeche vorgesehen und 1966 war es dann soweit. Engagierte Bürger verhinderten danach den Abbruch, denn damals hatten Industriedenkmäler nur für wenige Wert.

Heute bietet die Zeche Zollern nicht nur Brautpaaren einen Altar, sondern auch eine interessante Dauerausstellung etwa mit Utensilien aus der Waschkaue, ein erklimmbares Fördergerüst und eine Maschinenhalle, die architektonisch den Übergang vom Historismus und Jugendstil zur Moderne markiert.


Weitere Informationen:
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel. 0231 / 6961-111

Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag: 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
www.lwl.org

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Datum: 13.04.2010 12:30:00 Uhr
Autor: Jörg Stroisch
Fotos: LWL-Industriemuseum/Annette Hudemann (Teaser/Textbild1), LWL-Industriemuseum/Annette Hudemann (Textbild 1)