Nordsternpark im Ruhrgebiet Fotoquelle: Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius
Nordsternpark im Ruhrgebiet

Strukturwandel und Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet ist immer noch einer der größten Ballungsräume Europas. Aber die Region hat massive Probleme, verursacht durch den so genannten Strukturwandel.

Über fünf Millionen Menschen leben heute im Ruhrgebiet. Die Region ist so groß, dass sie selbst aus dem Weltraum mit dem bloßen Augen zu erkennen ist. Es ist damit nach London und Paris der drittgrößte Ballungsraum Europas.

Das Ruhrgebiet liegt immer noch im Gebiet von drei Regierungsbezirken und zwei Landschaftsverbänden, auf die sich die elf kreisfreien Städte und vier Kreise verteilen. Insgesamt betrachtet ist das Ruhrgebiet heute im Wesentlichen durch die Grenzen des Kommunalverbandes Ruhrgebiet gekennzeichnet. Der Begriff selbst bürgert sich erst um 1930 ein. Zuvor ist auch oft die Sprache vom "Rheinisch-Westfälischer Industriebezirk", "Kohlenbezirk" oder "Ruhrrevier".

Bevölkerungsschwund im Ruhrgebiet



Das Ruhrgebiet ist immer noch eine Region mit viel produzierendem Gewerbe, auch, wenn Kohle und Stahl immer mehr an Bedeutung verlieren. Der Arbeitskräftebedarf war häufig so hoch, sodass Werber in die verschiedenen Regionen Europas ausschwärmten, um Arbeitskräfte für die Hütten- und Bergwerke im Pott zu bekommen. Seit einiger Zeit ist aber ein großer Bevölkerungsschwund im Ruhrgebiet zu verzeichnen, nach Studien sei dafür vor allem der Geburtenrückgang bei den Familien der gebildeten Mittelschicht vorhanden.


Arbeitsmarktprobleme im Ruhrgebiet



Ein sehr düsteres Kapitel des Ruhrgebiets ist auch der Arbeitsmarkt: „Strukturwandel“ beschreibt eigentlich die massiven Probleme, die durch den Abbau von Arbeitskräften in der klassischen Montanindustrie entstehen. Die Zeit bezeichnete in einem Artikel so Gelsenkirchen als die Stadt der 1000 Gefeuerten, in Anlehnung an den alten Spruch „Region der 1000 Feuer“.

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Datum: 19.04.2010 12:30:00 Uhr
Autor: Jörg Stroisch
Fotos: Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius (Teaser/Textbild1), Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius (Textbild 1)